Mittwoch, 16. März 2016

Kulinarische Entdeckungen IV

Ich korrigiere: Es muss nicht immer der Kiwi als Werbefigur herhalten.

Manchmal ist es der Tui.

Tuimato Sauce

Tui East India Pale Ale

Kulinarische Entdeckungen III

Hairy Mussels - Eine Spezialität in Havelock. 

Die Muscheln sind etwa dreimal so groß wie Miesmuscheln. Sie schmecken prima aber Miesmuscheln sehen doch um einiges appetitlicher aus.
(Siehe auch Artikel Picton)

 

Lustige Schilder IV

Dieses Schild haben wir in Wanaka entdeckt und es passt sehr zu dem beschaulichen Ort. Mir kommt Neuseeland bisher allerdings so vor, als hätten es die Schweizer gegründet und nicht die Engländer, denn es ist hier alles sehr sauber, so dass es uns wundert, dass überhaupt mahnende Schilder notwendig sein könnten.

In Taupo, einem Ort am gleichnamigen See auf der Nordinsel wird ganz dezent durch hübsche kleine Fische aus Metall im Gehweg darauf hingewiesen, dass man seinen Müll brav in die dafür vorgesehenen Tonnen werfen möge.

Bei uns in Frankfurt geht es eher nicht so liebevoll zu. Da könnten wir uns mal eine Scheibe von abschneiden.


Taupo

Der Tag begann, wie der vorherige aufgehört hatte: mit Fusballspielen auf der angrenzenden Wiese. Dann wurde beratschlagt, wie wir den Tag hier verbringen können.
Zuerst machte ich den Wagen wieder fit und Tippnix ging mit Kip zur iSite, wo Sie Kajakfahren für den Nachmittag organisierte. Danach genehmigten wir uns einen Kaffee und beschlossen bis dahin die am Taupo-Strand gelegenen heißen Quellen begutachten zu gehen. Der Weg war nicht kurz und die Sonne brannte ganz schön hernieder, obwohl eigentlich Schauer angekündigt waren. Das Wasser des Sees ist wirklich unglaublich klar, und der See momentan auch gar nicht so kalt (ca. 20 Grad). Zumindest mit den Füßen waren wir im Wasser und bestaunten dann später auch eine kleine heiße Quelle, die zwischen Steinen entsprang und wie das heiße, dampfende Wasser sich mit dem See vermischte.
Nach einem Mittagssnack und einem kleinen Besuch beim Spielplatz war es dann soweit zum Kajakverleih zu fahren, weil es da um 3 Uhr losgehen sollte.
Neben Badehose und Handtuch packten wir noch eine wasserdichte Analogkamera ein, auf der schon einige Fotos beim Ausflug in den Marlborough Sound waren. Kip kam mit eigenem Paddel ins Doppelkajak mit Tippnix, ich bekam ein eigenes Kajak und neben der Führerin Jess waren noch zwei junge Japanerinnen mit von der Partie.
Wir glitten entspannt den Waikato River flussabwärts und lernten nach und nach mit dem Kajak umzugehen. Kip wäre am liebsten Rennen gefahren. Tippnix ließ ihn manchmal tüchtig paddeln und bremste dann von hinten. Ja der Kleine soll ja auch gut schlafen können.

Kinder aus Taupo nutzten den schönen Spätsommertag um von kleinen Klippen in den Fluß zu springen oder sich an Seilen, die an überhängenden Baumästen festgemacht waren in den See zu schwingen. Das Wasser war unglaublich  klar und der Fluss viel tiefer als man so dachte. An einer Stelle konnten wir zuschauen, wie sich Adrenalinjunkies an Bungeeseilen in die Tiefe stürzten.

Nach einer Weile kamen wir dann an den Spa Thermal Park, wo kleine Wasserfälle von dampfenden, heißen Quellen sich in den Fluß ergießen. Wir hielten an, um ein warmes Bad im Fluss zu nehmen. Je näher man an die Wasserfälle kam, desto heißer wurde das Wasser. Ein Schwefelgeruch ist bisher nicht festzustellen gewesen, obwohl die heißen Quellen ja vulkanischen Ursprungs sind.

Zwei Flussbiegungen weiter war die kleine Tour auch schon vorbei und hat Lust auf mehr gemacht. Sie war aber auch rechtzeitig zuende, weil just als wir wieder an Land waren der Regen anfing.

Den Tag ließen wir im Top 10 Holiday Resort in Taupo ausklingen, welche u.a. einen thermal beheitzten 18m Pool (mit Poolbar) haben. Mit einem kalten Tui-Ale im Nieselregen im warmen Pool, ich glaube man kann Tage auch schlechter beenden.

Wellington - Taupo

Peka Peka Beach




Nachdem wir gestern noch aus der Stadt nach Norden rausgefahren sind, um auf einem Campingplatz übernachten zu können wo wir Strom und Frischwasser bekommen würden, war heute ein Transfertag mit einer sehr langen Autofahrt. Deswegen hielten wir vormittags noch am Strand von Peka Peka

Hierher hatte sich vor einiger Zeit mal ein Kaiserpinguin verirrt - so weit nördlich gibts keine arktischen Pinguine mehr und arktische Pinguine haben die Angewohnheit, Eis und Schnee zu fressen. Da es den hier nicht gibt, schluckte der Pinguin irrtümlich eine Menge Sand, die ihm nicht bekommen war. Ärzte befreiten ihn vom Sand und Tierschützer päppelten ihn wieder auf und nannten ihn Happy Feet. Schließlich nahm ein Schiff auf dem Weg in den Süden Happy Feet mit und setzte ihn so südlich es ging wieder aus. 
Die Geschichte von Happy Feet

Danach sind wir die "1" hoch nach Norden gefahren, am Ende vorbei an den großen Vulkanen Ruhapehu und Ngauruho gegen Abend in Taupo angekommen. Taupo selbst liegt an einem ziemlich großen See, welcher selbst aber nichts weiter ist als ein mit Wasser gefüllter Vulkankrater, der vor 300.000 Jahren durch eine Riesenexplosion entstanden ist. Etwa im Jahr 180 n.Chr. gabs die letzte Riesenexplosion, die ca 30km³ Land innerhalb weniger Minuten in die Luft blies und als Resultat den Himmel sogar über Rom und China rot färbte. Heute liegt der See so friedlich da und das Wasser ist unglaublich klar.
Die Desert Road die an den Vulkanen östlich vorbeiführt, ist landschaftlich äußerst sehenswert. Teilweise fährt man wirklich durch eine Art Wüste mit schwarzem Lavasand, später ist es wie eine Heidelandschaft und vor Taupo säumen dann riesige und makellose Eukalyptusbäume die Straße, die Bäume braucht man vom Aussehen nicht zu erkennen, der Geruch reicht völlig.
Mt Ruhapehu hüllt sich in Wolken

An der Uferstraße in Taupo hängen noch die Ironmanfahnen von der Veranstaltung des letzten Wochenendes. Taupo selbst ist ziemlich touristisch geprägt mit vielen Übernachtungsmöglichkeiten am Wasser und einem kleinen Stadtzentrum mit Einkaufsmöglichkeiten, wobei es nicht aufdringlich oder eng wirkt.
Am Hafen suchten wir uns einen Stellplatz für die Nacht. Leider waren dort schon alle Plätze belegt aber wir wurden dann auf der Anhöhe mit Blick auf die Anlegestellen in der Bucht fündig. Das war auch sehr schön und wir konnten noch mit Kip im Scheinwerferlicht der angrenzenden Tennisanlage Fussball spielen, um das viele Sitzen während des Autofahrens wenigstens ein bisschen zu kompensieren.



Wellington - Te Papa

Te Papa - klingt komisch, ist aber ein großartiges Museum in Wellington. Man könnte auch sagen DAS Museum in Wellington. Wir sind heute morgen nach dem Frühstück direkt dorthin gefahren, naja fast, denn wir hatten eine Kreuzung verpennt und sind etwas zu weit gefahren und mussten dann sehr steile Straßen rauf fahren und uns ging auf, dass am Abend vorher der Weg irgendwie anders war. War aber egal, den Kikmann hat inzwischen viel Übung auf steilen Straßen zurechtzukommen und wir haben so noch etwas mehr vom schönen Küstenstreifen gesehen und den vielen bunten alten Holzhäusern, die zum Teil noch Jugendstilverglasungen in den Fenstern haben.

Ka mate, ka mate (Der Text zum Haka)
Als wir dann ins Museum kamen, hat sich Kip direkt gefreut, denn es gab hier eine Dreamworks-Ausstellung und er hat die Figuren aus dem Madagaskar-Film gleich erkannt.

Wir sind in diese Ausstellung allerdings nicht gegangen, sondern haben uns die Maori-Kultur und die Siedlungsgeschichte Neuseelands sowie die Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands angeschaut.
Für Kinder ist das Museum so toll, dass Kip meinte, das sei doch gar kein Museum gewesen als wir ihn gefragt haben, ob ihm das Museum gefallen habe.

Es gab Geschichte und Kultur zum Anfassen. Draußen gibt es einen botanischen Garten mit Höhlen und Gesteinsbrocken, die noch älter sind als Dinosaurier und es gibt eine Kiesgrube, in der die Kinder ein Dinosaurierskelett ausgraben können (Natürlich das Skelett eines Mauisauriers).

Drinnen gibt es ganze Gebäude und Schiffe der Maori. In Videos wird der Haka gezeigt und Schautafeln sind alle in Englisch und Maori - natürlich. Es wird das Leben von damals und heute sehr anschaulich gezeigt und man kriegt ein Gefühl für die Geschichte Neuseelands. Maori scheint eine sehr bildhafte und poetische Sprache zu sein - zumindest erwecken die ausgewählten Zitate an den Wänden diesen Eindruck.

Es gibt auch Kurioses zu entdecken,so zum Beispiel das Skelett des wohl schnellsten Rennpferdes aler Zeiten in Neuseeland. Phar Lap. Das Pferd war so gut, dass es immer Polizeischutz bekam, weil einige Attentate versucht worden waren, nachdem in Zeiten der langen Rezession einige arme Schlucker ihre Wetteinsätze wegen Phar Lap verloren hatten. Schließlich starb Phar Lap sogar an den Folgen einer Vergiftung.

Montag, 14. März 2016

Lustige Schilder III

Entdeckt bei der Suspension Bridge - wo sonst?

 

Dieses Bild würde auch gut in die Rubrik "Kulinarische Entdeckungen" passen. Da wir hier aber nichts probiert haben, weder den Bungeesprung, noch ein Mut (oder Leichtsinn) förderndes Getränk, habe ich es in die Rubrik "Lustige Schilder" sortiert.