Montag, 8. Februar 2016

A walk in the park

Heute haben wir unsere Regenklamotten getestet, eine kleine Runde vom 5 km im Dauerniesel. Natürlich nicht nur um die neuen Errungenschaften wie den ich-bin-Tourist-und-hab-nen-coolen-Hut zu testen, aber auch um Kip wieder an längere Spaziergänge zu gewöhnen. Notfalls auch bei Niederschlag.
Kip bereit fürs Trekken
Er hatte eine kleine Krise unterwegs und muß sich wohl daran gewöhnen nicht mehr getragen zu werden, aber auch das ging irgendwann vorbei.
Nur nicht zu sehr drauf eingehen und ablenken funktioniert immernoch ganz gut ....

Freitag, 5. Februar 2016

Hopfen und Malz ....


Neuseeländer sind in einigen wenigen Bereich ziemlich innovativ und erfolgreich. Zu den bekannten Bereichen zählen der Weinanbau, speziell in der Region Malborough im Norden der Südinsel, der in vielen Reportagen über Neuseeland erwähnt wird. Generell scheint im landwirtschaftlichen Bereich in Neuseeland da einiges möglich zu sein.


Citra Hopen Anfang Juni 2015
 Seit einigen Jahren braue ich als Hobbybrauer zuhause Bier und habe letztes Jahr sogar meinen eigenen Hopfen angebaut und geerntet. Meine Nachbarn dachten erst ich würde mir einen Sonnenschutz mit einer Schlingpflanze basteln wollen, und belächelten den Versuch (milde gesagt). Der Hopfen hat es von Anfang April bis Anfang September zur Ernte dann aber wirklich bis zur Dachterrasse in ca. 5m Höhe geschafft. Gebeutelt von Hitze, der Trockenheit des Sommers 2015 und von Ameisen gezüchteten Blattläusen setzte er sich aber durch und lieferte mir etwas mehr als ein halbes Kilo Hopfendolden der Sorte Citra, was netto dann auf ca. 180 Gramm getrockneten Hopfen hinauslief.

Als Hobbybrauer bin ich selbstverständlich häufig passiv im großen deutschen Forum für Hobbybrauer unterwegs. Und neulich durfte ich lernen dass in Neuseeland durchaus neue und innovative Hopfensorten gezüchtet werden. Seit 1840 wird in der Region um Nelson Hopfen angebaut, und es scheint dass es auch hier einige innovative Hopfenbauern gibt, die auch neue Sorten züchten. Nelson selbst bezeichnet sich als Qualitätsbier-Hauptstadt von Neuseeland, und es gibt sogar einen Craft-Beer Trail mit Brauereien und Pubs um das Biertrinken mit einem der Lieblingsbeschäftigungen des Neuseeländers zu verbinden: dem Wandern. Aus dem Lonley Planet hab ich schon etwas über die Szene der Kleinbrauereien in Neuseeland erfahren, die es nicht nur in Nelson gibt, und war sowieso gespannt mich dort durch einige Sortimente zu probieren.

Aber nun muss ich wohl auch in Nelson bei New Zealand Hops vorbeifahren und mich da mal umschauen. Dort gibt es einige Neuzüchtungen die auch im Forum interessiert besprochen wurden. Schön wäre es wenn ich mir Pellets zum Brauen mitnehmen könnte, besser noch wäre Saatgut. Meine Hoffnung ist, dass sich eventuelle Zollformalitäten in Grenzen halten und der Ausfuhr erlaubt ist. Sie versenden die Pellets weltweit, deshalb denke ich dass es auch möglich ist etwas mitzunehmen.

Stay tuned !

Donnerstag, 4. Februar 2016

Wer kann dazu schon 'Nein' sagen ?

Vor 17 Jahren, also 1999, als Te Wahipounamu und ich unterwegs in Neuseeland waren, da stellte sich diese Problem einfach noch gar nicht. Wir waren unterwegs wie Gott uns geschaffen hat, sozusagen - ohne Smartphone, ohne Tablet, ohne Netbook und überhaupt ohne Internet. Noch nicht einmal ein Mobiltelefon hatten wir dabei. Die Kameras waren analog, GPS war unerschwinglich und unnötig, und überhaupt.

Wie konnte man damals nur leben, fragen sich die Kids heute wohl - wie konnte man damals Reisen ohne Internet ? Tja. Manchmal frage ich mich das heute auch, und wenn ich mich darüber nachdenken sehe fühle ich mich seehr, seehr alt.

Wer braucht bei so einem Sonnenuntergang schon Internet ?

Kein Grund den Sand in den Kopf zu stecken und die Möglichkeiten zu ignorieren, die einem das Internet heutzutage bietet - so viel Reiseinformationen sind mittlerweile online verfügbar, dass es sogar ein Nachteil wäre im Urlaubsland kein Zugriff aufs Internet zu haben. Es stellt sich also nicht die Frage ob, sondern nur noch wie. Und natürlich rücken wir mit unserem Komplettequipment an: Smartphones, Tablet, Netbook, digitale Kamera - was man heute alles so hat.

Besagter Te Wahipounamu gab mir den Tipp dass man bei simlystore vorab recht preisgünstige Datenkarten kaufen kann. Das macht insofern Sinn, weil ich keine Lust hab nach Ankunft in Christchurch total übermüdet erst mal für eine SIM Karte shoppen zu gehen. Dazu gönne ich mir einen MIFI Router.

Ob sich die Anschaffung allerdings lohnt werden wir sehen - vielerorts gibt es in Cafes und Restaurant kostenloses WIFI und die Netzabdeckung ist auch eher mau.

Für den Blog wird es reichen müssen :)

Montag, 18. Januar 2016

Sack und Pack !

Wenn man nach Neuseeland fliegt hat man in der Regel 30 Kilo Freigepäck. Das ist eine ganze Menge und sprengt normalerweise die Kapazität normaler Koffer die man für die üblichen 14-Tage Urlaube benutzt. Da bekommt man so gerade die 23kg rein, die üblicherweise auf den europäischen Flügen erlaubt sind.

Der Seesack leer und gefaltet ist nicht viel größer als die taz
Wir werden vier Wochen unterwegs sein, können aber gar nicht soviel frische Wäsche mitnehmen im Rahmen der 30kg Freigepäck - ergo muß irgendwann mal gewaschen werden. Ich gehe sowieso davon aus, dass Kip sich regelmäßig komplett einsaut, und deshalb eventuell sogar mehr als eine Wäsche notwendig sein wird.

Wenn wir jetzt fliegen dann müssen wir notwendigerweise unsere Koffer mit ins Wohnmobil nehmen, da wir ja einen Gabeflug machen - Ankunft auf der Südinsel, Abflug auf der Nordinsel. Also gibt es keine Möglichkeit die Koffer für die Zeit der Reise irgendwo zur Aufbewahrung abzugeben.

Hätte ich nicht schon einige Reiseberichte von Familien gelesen, die mit Wohnmobil in Neuseeland  unterwegs waren, dann wäre ich mir nicht der Tatsache bewusst, dass in einem Wohnmobil gar kein Platz für große Koffer ist. Man hat eventuell schon Staufächer für größere Dinge (von außen), die sollten aber voll sein mit Tisch, Stühlen usw. .Eine pfiffige Lösung lasen wir in einem der Reisebeichte: Seesäcke. Die sind groß genug um 30 kg aufzunehmen aber auch klein genug um sie zB unter den Sitzbänken zu verstauen.

Stabiler Reißverschluß über die ganze Länge mit Abdeckung
Als Probemodell hatte ich mir mal einen 100l Seesack von noorsk bestellt. Er wurde in einer A4 Plastiktasche versendet und zuerst hatte ich etwas anderes darin vermutet weil es so klein war.

Der Seesack ist aus einem dicken Baumwollstoff und hat einen stabilen Reißverschluß auf der ganzen Länge. Kurz mal 4 Jeans, 4 Pullis und 12 T-Shirts reingesteckt füllt ihn zu ca. 60%. Das ist genug Platz und auch die 30kg sollen machbar sein. Macht einen guten Eindruck.


Gestern Abend hab ich noch 2 weitere davon bestellt.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Am Anfang des Sees

Den Titel hab ich mal radebrechend selbst übersetzt, es ist der Titel einer BBC Krimiserie mit dem Namen 'Top of the Lake' die in Neuseeland in der Nähe von Queenstown spielt. Gefühlsmäßig hat der Titel mehrere Ebenen die auch mit dem Inhalt zu tun haben, aber da sind jetzt meine Fähigkeiten begrenzt das vernünftig zu übersetzen.

Tippnix und ich haben schon vor Jahren das sequentielle Fernsehschauen nach Programmzeitschrift hinter uns gelassen und lebten eine Weile von Konserven auf der Festplatte des Satellitenreceivers - aber seit dem es Streamingangebote wie Amazon Prime, Netflix etc. gibt wird die Festplatte immer weniger gebraucht, ist aber immer noch nicht wegzudenken, da die öffentlich-rechtlichen Ihr Angebot ja nach 7 Tagen aus dem Netz nehmen.

Lake Wakatipu, auf dem in 'Top of the Lake' viel mit Booten rumgefahren wird


In unserer Todo-Liste auf Netflix stand seid einiger Zeit schon diese BBC-Serie recht weit oben. Da sie wohl Ende Januar aus dem Angebot genommen wird, und wir außerdem mit 'River' durch, sind haben wir letztes Wochenende angefangen diese Serie wegzugucken.

Tja, und was soll ich sagen ?

Queenstown und die Remarkebels


Von der Story mal abgesehen, die ich noch nicht ganz beurteilen kann weil wir erst zwei Folgen gesehen haben, es ist die Landschaft die einem sofort ins Auge fällt. Diese Klarheit der Luft und die resultierenden Farben kenne ich nur von Neuseeland. Die Serie ist langsam erzählt mit vielen Totalen auf "den See" und den Bergen dahinter. Explizit wird wohl Queenstown und Glenorchy genannt und auch 'Routeburn' und 'Greenstone' hab ich gestern schon gehört. Letzteren bin ich 1999 gewandert. Ein 'Paradise' kommt vor, das es da auch wirklich gibt - zumindest so ähnlich.  Die Aufnahmen aus dem Helikopter sind atemberaubend und machen dermaßen Lust endlich ins Flugzeug zu steigen ...

... aber das das ist noch 6 1/2 Wochen hin...



Dienstag, 5. Januar 2016

Buchen sollst Du suchen - Fähre

Da wir einen Gabelflug gebucht haben, und unser Wohnmobil auf der Südinsel in Empfang und auf der Nordinsel abgeben werden, müssen wir irgendwie von der Südinsel zur Nordinsel kommen. Da wir das Wohnmobil mitnehmen müssen und  keine Brücke existiert, gibt es nur eine Möglichkeit: eine Fähre.

Fähren verkehren zwischen Picton auf der Südinsel, und Wellington auf der Nordinsel. Es gibt zwei Transportunternehmen, die Fähren für Fahrzeuge haben: Interislander und Bluebridge.

Auf ihren Webseiten kann man sich schnell ein Überblick über Verfügbarkeit und Tarife machen. Interislander ist in staatlicher Hand, hat wohl die größeren Fähren und konzentriert sich mehr auf Touristen. Bluebridge hingegen ist privat und konzentriert sich mit seinen Fähren mehr auf das Geschäft mit Fahrzeugtransporten. Bei einer Übersetzzeit von nur etwas über drei Stunden sind mir zusätzliche Optionen wie spezielle Kabinen etc. von Interislander aber ziemlich egal.

Möwen begleiten die Fähre und ergattern etwas Futter von willigen Touristen


Während Interislander in unserer Reisezeit (März) fünf mal am Tag übersetzt, macht es Bluebridge nur dreimal und bietet dabei Nachtüberfahrten an, die für uns aber nicht in Frage kommen.

Preislich und von den Tarifbedingungen scheinen beide nicht weit auseinander zu sein: es gibt Tarife mit 0%, 50% und 100% Rückerstattung bei Stornierung und alle Tarife scheinen umbuchbar zu sein, sofern man es bis 24h vor eigentlich geplanter Check-In Zeit macht.

Für uns drei mit Wohnmobil kostet es momentan für eine Überfahrt Mitte März ca 400-500 NZ$. Zwar hatte ich es etwas günstiger erwartet.

Da wir letztendlich keine Wahl haben ist es auch egal

Samstag, 2. Januar 2016

Die Qual der Wahl - oder doch nicht

Unser Plan für diesen Urlaub ist es ja mit einem Wohnmobil unterwegs zu sein. Da im Handgepäck dafür leider nicht genug Platz ist, werden wir nicht umhin kommen uns in Neuseeland eins zu mieten. Zum unübersichtlichen Angebot mit vielen Anbietern und Modellen kommt hinzu, daß wir noch nie in einem solchen Ding gefahren sind und auch gar nicht wissen worauf man achten muss. Also
gilt es sich erstmal richtig zu informieren.

Verwandte und Bekannte, die schon mal mit einem Wohnmobil unterwegs waren sind die erste Quelle - danach folgt das Internet. Neben den Veranstaltern lohnt es sich auch viele Reiseberichte zu lesen, damit man ein Gefühl dafür bekommt wie das Leben in so einem Mobil so ist. Zudem sollte man sich währenddessen darüber klar werden was man möchte: will man maximal unabhängig sein mit Toilette und Dusche an Bord, und damit auch fast überall stehen und übernachten können? Oder lieber ein kleineres Modell (das damit auch weniger kostet) aber damit auch in der Wahl des Standplatzes eingeschränkt sein ? Wie groß soll es sein ? Welche anderen Eigenschaften soll es haben ? Wird es eine Einwegmiete oder Annahme und Rückgabe am selben Ort ? uvm.

Die beiden haben sicher schon viele Wohnmobile kommen und fahren sehen


Auf den Anbieterseiten bzw. Metassuchseiten werden viele Modelle angezeigt, letztendlich hat sich aber herausgestellt, dass für eine Miete im März am Ende November die Auswahl schon arg eingeschränkt ist. Die günstigen Anbieter waren allesamt ausverkauft, insofern gab es für uns nur noch ein Anbieter in unserem geplanten Preisrahmen der noch in Frage kam: Cheapa. Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre mir einige Arbeit erspart geblieben, bzw. ich hätte früher gebucht.

Die einzige Wahlmöglichkeit die wir noch hatten, war die Wahl zwischen einem 4-Bett Modell oder einem 6-Bett Modell. Der Wagen ist wohl derselbe, nur gibt es Unterschiede im Innenausbau - das 4-Bett Modell scheint eine größere Küche und Nasszelle zu haben, beim 6-Bett Modell gibt es im Heck eine zusätzliche Sitzecke. Einerseits ist eine größere Küche und Nasszelle sehr hübsch, andererseits bietet so eine zusätzliche Sitzecke auch Gelegenheit sich mal zumindest ein bisschen aus dem Weg zu gehen. Wir haben uns dann für das 6-Bett Modell entschieden.

Es gibt jetzt einige Sachen auf die ich gespannt bin:
  • links fahren mit Lenkrad rechts und Gangschaltung links
  • die ganze Sache mit den Frisch- und Abwassertanks
  • der ganze Umgang mit so einem Campingvan
  • wir sehr uns die Sandmücken in dem Wagen ärgern werden
  • wie wir mit Kips unbändigem Bewegungsdrang bei Regen klarkommen werden

... und es gibt noch so viele Dinge die organisiert werden müssen:
  • Seesäcke für unsere Sachen, weil wir Hartschalenkoffer im Campingvan nicht verstauen können
  • Wireless Internet - brauchen wir das überhaupt ?
  • Reisepässe - meiner und der von Kip sind noch OK, aber Tippnix braucht einen Neuen !
  • detailliertere Routenplanung und Vorbereitung
die Liste wird automatisch länger, sobald man darüber nachdenkt.

Stay tuned !